LITERARISCHE DIVERSE Verlag

»Von Gästen und Geistern«
ET: 20.03.2024 💙

Diese Anthologie ist ein gesammeltes Erinnern an Menschen, die als Gäste zum Arbeiten kamen, aber oft wie Geister behandelt wurden. Voller Wärme und Sehnsucht erzählen Autor*innen ihre Familiengeschichten: Dabei stoßen sie auf offene Fragen, Schweigen, Nähe und viele Träume. Sie klagen an, fordern Gerechtigkeit, sehnen sich nach einer gemeinsamen Sprache und Versöhnung, nach einer Welt ohne weitere rassistische Morde – und schaffen so Erinnerungen, für sich und für andere.

Der im Beitrag vorgelesene Text: von Tuana Aynal. 💜 Aus »Von Gästen und Geistern«, erschienen im März 2024. #vongästenundgeistern
»In einer Reportage über dich in der Kreuzberger Chronik sagtest du, du hättest bereits als Kind gemalt, weil du so viel zu sagen hattest, aber immer still sein musstest. Ich weiß, was es bedeutet, viel erzählen zu wollen, aber schweigen zu müssen. Ich weiß, was es bedeutet, zum Stift greifen zu müssen. Nicht anders zu können als zu malen, zu zeichnen, zu schreiben.«⁣
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Den ganzen Text »Zwei Frauen blicken mich an« von Esra Canpalat ab sofort nachzulesen in: »Von Gästen und Geistern« 🩷⁣
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#vongästenundgeistern
Happy Releaseday 🩷 Heute erscheint »Von Gästen und Geistern« ✨✨✨ Das Buch ist ab sofort im Shop verfügbar — und wurde heute auch an alle Vorbesteller*innen losgeschickt. Danke an jede einzelne Person für das Vertrauen 💫⁣
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Die Anthologie ist ein gesammeltes Erinnern an Menschen, die als Gäste zum Arbeiten kamen, aber oft wie Geister behandelt wurden. Voller Wärme und Sehnsucht erzählen Autor*innen ihre Familiengeschichten. ⁣
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Gestaltung: Anna-Maria Koptenko⁣, vielen Dank an dieser Stelle für die Gestaltung und gute Zusammenarbeit 😍 @annakoptenko 
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Mit Texten von: Tuana Aynal, Mesut Bayraktar, Jelena Bodrozic-Selak, Lana Bravić, Esra Canpalat, Yeliz Çetin, Carmela Dentice, Sofia Eleftheriadi-Zacharaki, Aylin Eroğlu, Sibel Koç, Milica Langhart, Deniz Oğuzhan, Zeynep Özdemir, Raffaela Serafino, Laura Serhat, Jakob Stoiber, Can Yıldız, Nergis Yılmaz, Serap Yılmaz-Dreger, Barış Yüksel und sâre zer.⁣
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@tua.nana @mes.bay @gedichteundandereeskapaden @lana.bravic @asya_long @cayundspaetzle @parthenopesworte @sofiaeleftheria @_ayliner_ @sibelk0c @zeymaniac @jakobgedichte @bevlovelyvv @the_serapist @yukselbarisevren @_ready2cry_⁣
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#vongästenundgeistern⁣
#anthologie #gastarbeit⁣
#releasetag #erinnerung⁣
Heute ist #indiebookday 🧡 — und ich hatte einen kurzen Beitrag vorbereitet, aber nutze den Tag gerne, um auf Hindernisse der Branche hinzuweisen: Einige Verlage werden dieses Jahr nicht mehr an der Leipziger Buchmesse teilnehmen, sie verschwinden von der Bildfläche. Über Geld und die Strukturen zu sprechen, zu erzählen, wie es läuft, ist schambehaftet. Einige legen daher ihre Arbeit schweigend nieder, andere Verlage werden eingedämmt, weil Kochbücher besser laufen als feministische Bücher. Auf welche Art und Weise es geschieht: Indies bewerteten im Oktober 2023 ihre wirtschaftliche Lage als schlecht, 4/10 Verleger*innen haben im Jahr 2022 darüber nachgedacht, ihren Verlag zu schließen* – und das wird weiter stattfinden, selbst wenn Betroffene im großen Stil darüber sprechen.⁣
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Die Kurt Wolff Stiftung hat diese Woche im Börsenblatt eine Forderung nach einer strukturellen Förderung der Indies veröffentlicht. Es ist höchste Zeit! Natürlich bin auch ich dafür und würde eine Förderung dankend annehmen. Aber mit großer Wahrscheinlichkeit würden Verlage wie @ldverlag die Kriterien nicht erfüllen, um eine Förderung zu erhalten. Es gilt also, die Buchbranche zugänglicher zu machen, Kriterien niedrigschwelliger zu definieren. — Wie sollen Verleger*innen mit zusätzlichen Voll-/Teilzeitjobs 4-5 Bücher im Jahr publizieren? Wenn sie vom Barsortiment nicht vertreten werden, haben sie dann keine „professionelle“ Auslieferung? Wer kann sich die Teilnahme an Buchmessen leisten? Und wenn selbst neue „feministische“ („intersektionale“) Buchmessen nicht anbieten, 4 Bücher auszustellen, sondern nur die Magazine? Wie kann dann für mehr Sichtbarkeit gesorgt werden?⁣
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Die Branche ist trotz wichtiger und toller Arbeit, oft kräftezehrend und es gibt zu viele Grenzen, die leider für einige nicht zu überwinden sind. Die Branche lebt von Selbstausbeutung und Herzblut, der Liebe zur Literatur, die viele zwar leben, aber das Überleben schwer macht. 📖
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Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an die liebe Community, die hier ist und für die schönen Beiträge zum #indiebookday Ich sehe euch und küsse eure Augen 🩷⁣ Yasemin
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* Umfrage: Schöne-Bücher-Verlagsnetzwerk & IG unabhängige Verlage.
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